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Blitz- und Überspannungsschutz von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden

Beim Bau einer Photovoltaikanlage stellt sich die Frage nach einem wirksamen Blitzschutz, da direkte und nahe Blitzeinschläge die Photovoltaikanlage gefährden und beschädigen können. Bereits in der Planungsphase sollten Sie daher klären, welche Anforderungen Versicherer hinsichtlich Blitz- und Überspannungsschutz stellen.

Ein Blitzschutzsystem für eine Photovoltaikanlage erfordert einen Schutz gegen direkte Blitz- einschläge (äußerer Blitzschutz) und Überspannungsschutzmaßnahmen zum Schutz der Anlagenkomponenten (innerer Blitzschutz). Das äußere Blitzschutzsystem hat die Aufgabe, direkte Blitzeinschläge über die Fangeinrichtung einzufangen und diese in die Erde abzu- leiten, ohne dass es zu Schäden an der baulichen Anlage kommt. Der innere Blitzschutz dagegen verhindert die Einkopplung von gefährlichen Überspannungen durch die Photo- voltaikanlage ins Gebäude. Unsere neuen Überspannungsschutz- und Generator- anschlusskästen sorgen für einen wirksamen Blitz- und Überspannungsschutz auf der Wechsel- und Gleichstromseite und sind leicht zu installieren.


 

Bitte beachten Sie unbedingt die Normen und Fachpublikationen:

  1. Blitzschutz DIN EN 62305 / VDE 0185 305: Kapitel 2-4 sowie Beiblätter 1-3
  2. DIN V VDE 0100: Teil 534 und Teil 712
  3. VdS 2010 Risikoorientierter Blitz- und Überspannungsschutz, Richtlinie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

 
Anwendungsbeispiele für MHH-Überspannungsschutz- und Generatoranschlusskästen

 

Eintritt der DC-Leitungen ins Gebäude nahe dem Wechselrichter

 

nahewechselrichter

1 Solarmodule

2 DC-Hauptleitung

3 Überspannungsschutzkasten (ÜSS)

4 Wechselrichter mit DC-Trennstelle

5 Hausverteiler und Zähler

6 Hausanschluss

7 Öffentliches Netz

8 Verbraucher

Werden die Gleichstromleitungen von den Modulen zum Wechselrichter an der Ge- bäudeaußenseite oder über das Dach ver- legt, treten diese erst nahe dem Wechsel- richter wieder ins Gebäude ein. In diesem Fall ist zum effektiven Überspannungsschutz lediglich ein Überspannungsschutzkasten (ÜSS) nötig. Dieser wird vor dem Wechsel- richter installiert. Der ÜSS schützt den Wechselrichter effektiv vor Überspan- nungen, die vom Dach oder vom öffentlichen Netz her kommen.

 

 

Eintritt der DC-Hauptleitung ins Gebäude nahe den Solarmodulen und Wechselrichter mit einem Leistungsteil

nahemodule

1 Solarmodule

2 Generatoranschlusskasten (GAK)

3 DC-Hauptleitung

4 Überspannungsschutzkasten (ÜSS)

5 Wechselrichter mit DC-Trennstelle

6 Hausverteiler und Zähler

7 Hausanschluss

8 Öffentliches Netz

9 Verbraucher

 

Bei großen Photovoltaikanlagen ist es sinnvoll, mehrere Modulstränge in einem Generator- anschlusskasten (GAK) zusammenzufassen und danach nur noch zwei Gleichstrom- hauptleitungen zum Wechselrichter zu legen. Falls der GAK in der Nähe des Gebäudeein- tritts der DC-Leitungen liegt und das Gebäude keinen äußeren Blitzschutz aufweist, können Sie Generatoranschlusskästen mit Überspan- nungsableiter (GAK Ü) einsetzen. Der Wech- selrichter wird wie im Fall A dargestellt mithilfe eines Überspannungsschutzkastens (ÜSS) vor gleichstrom- und wechselstromseitigen Überspannungen geschützt.

 

Eintritt der DC-Hauptleitung ins Gebäude nahe den Solarmodulen und Wechselrichter mit mehreren Leistungsteilen

nahemodule

1 Solarmodule

2 Anschlusskasten (ASK)

3 DC-Hauptleitung

4 Überspannungsschutzkasten (ÜSS)

5 Wechselrichter mit DC-Trennstelle

6 Hausverteiler und Zähler

7 Hausanschluss

8 Öffentliches Netz

9 Verbraucher

 

Beim Einsatz von Wechselrichtern mit mehreren Leistungsteilen eignen sich die Generatoranschlusskästen ASK. Sie werden in der Nähe des Gebäudeeintritts der DC-Leitungen installiert und verfügen über einen Überspannungsableiter. Der Wechselrichter wird wie im Fall A und B1 dargestellt mithilfe eines Überspannungs- schutz kastens (ÜSS) vor gleichstrom- und wechselstromseitigen Überspannungen geschützt.

 

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